Das weissere Lächeln – Zahnaufhellung durch Bleichen (Bleaching)

Zahnärzte M. Baare, Dr. J.Tiedemann, Dr. A. Niemierski informieren:

Verfärbte Zähne: Das Aufhellen der Zähne (Bleaching)

Äußere, oberflächliche Verfärbungen (z.B: Raucher-, Tee-, Kaffee- oder Rotweinbeläge) kann man unter anderem durch Spezialzahncremes von den Zähnen entfernen und damit den Zähnen ihre natürliche Zahnfarbe wiedergeben. Wirkstoffe sind etwas aggressivere Putzkörper (Scheuerstoffe) als sie in normalen Zahnpasten enthalten sind. Bei falscher Putztechnik und zu häufiger Anwendung sind oberflächliche Zahnzerstörungen möglich. Eine Aufhellung heller als die natürliche Zahnfarbe des gesäuberten Zahnes ist nicht möglich. In der Zahnarztpraxis werden diese Farbstoffauflagerungen schonend durch Professionelle Zahnreinigung mit Pulverstrahlgeräten oder Polierpasten entfernt.

Zur Veränderung von inneren Zahnverfärbungen kann man Bleichverfahren einsetzen.

Innere Zahnverfärbungen können viele unterschiedliche Ursachen haben.

Was passiert beim Aufhellen von Zähnen?

Die Aufhellung im Zahn wird durch Mittel bewirkt, welche aktiven Sauerstoff abspalten. Bestimmte Farbstoffmoleküle lassen sich hiermit besonders gut entfärben , bei anderen ist es schwieriger oder nicht möglich. Dies ist von der Ursache der Verfärbung abhängig. Man kann es mit der Entfernung eines schwierigen Fleckes in der chemischen Reinigung vergleichen. Bestimmte Flecke lassen sich dort gut entfernen, andere nicht.
Je nachdem, ob es sich um vitale (lebende) oder devitale (abgestorbene, tote) Zähne handelt, werden unterschiedliche Behandlungen angewendet.

Das Bleichen von vitalen Zähnen:

Soll gleich eine ganze Reihe von vitalen Zähnen aufgehellt werden, so ist hierfür am beliebtesten das Home-Bleaching-Verfahren:
In einer ersten Sitzung wird von den zu bleichenden Zähnen ein Abdruck genommen. Der Zahntechniker fertigt aus durchsichtigem , flexiblem Kunststoff eine Tiefziehschiene an ,welche auf die Zähne gestülpt werden kann. Diese enthält an den zu bleichenden Zähnen ein Reservoir (flächiger Hohlraum) für das Bleichgel. In der zweiten Sitzung erhalten Sie vom Zahnarzt das Bleichmittel . Er wird die Bleichschiene anpassen und Ihnen die nötigen Anweisungen geben. Sie werden die Schiene nachts solange tragen, bis der gewünschte Erfolg erzielt ist (meist 7-10 Tage). Da im Laufe der Zeit mit einem gewissen Nachdunkeln der Zähne zu rechnen ist, können Sie die Bleichschiene immer wieder später für Nachbleichungen einsetzen. Sie erhalten von uns jederzeit Nachschub an Bleichgel.

Häusliches Zähnebleichen führt zu weniger Zahnempfindlichkeiten als die intensivere Bleichbehandlung in der Praxis (bei vitalen Zähnen).

Anwendung bei:

Leichten, auf den Zahnschmelz beschränkten , gleichmäßigen Verfärbungen ,(ohne dunkle Bänder oder weiße Flecken) , gelbverfärbte Zähne als Alterungsfolge, Zähne mit wenigen oder ohne Schmelzsprünge.

Nicht möglich bei:

Schmelzdefekten, sehr jugendlichen Zähnen, überempfindlichen Zähnen, stärkere Tetracyklinverfärbungen, Fluorosen , Amalgamverfärbungen.

Nicht empfehlenswert bei:

freiliegenden Wurzeloberflächen

Das Bleichen von devitalen, wurzelgefüllten Zähnen:

Wird angewandt bei:

verfärbten Frontzähnen mit einwandfreier Wurzelfüllung.
Dieses Verfahren erfordert einen höheren Zeitaufwand in der Praxis. Verfärbtes Wurzelfüllmaterial wird aus der Zahnkrone entfernt, die Wurzelfüllung durch eine neue Unterfüllung abgedichtet. Unter dem Schutz eines Gummituches wird im Zahn das Bleichmittel eingebracht, durch eine provisorische Füllung verschlossen. Gleichzeitig wird auf der Zahnaußenfläche für 5 min eine Bleichbehandlung durchgeführt. Je nach Erfolg verbleibt das Bleichmittel für einige Tage im Zahn, es kann in weiteren Sitzungen erneuert werden. In einer folgenden Sitzung wird eine Neutralisationseinlage in den Zahn gelegt. Diese verbleibt einige Tage im Zahn und wird dann durch eine endgültige Füllung ersetzt .

Nicht möglich:

bei Verfärbungen durch Wurzelfüllungen mit Silberstiften od. Metallionen Entfernung von dunklen Farbbändern ,stark reduzierte Zahnsubstanz mit großen Füllungen.

Risiken und Nebenwirkungen:

Vitale Zähne:

vorübergehende Reizungen des Zahnfleisches, gelegentlich erhöhte Empfindlichkeit oder Schmerzen der Zähne für einige Zeit, teilweise Rückgang der Bleichwirkung nach einigen Jahren . Da bestimmte Schmelzflecke nicht mitgebleicht werden, können diese nach der Bleichung stärker sichtbar sein. Morgens nach Herausnehmen der Bleichschienen nicht sofort die Zähne putzen. Vorhandene Füllungen werden nicht mit aufgehellt.

Devitale Zähne:

je nach Stärke der Verfärbungen ist nicht immer eine vollständige Farbanpassung an die Nachbarzähne zu erzielen, die Aufhellung kann nach einigen Jahren teilweise rückläufig sein. Das Risiko von Wurzelauflösungen (Wurzelresorptionen) kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Durch die Einlage einer Neutralisationspaste in unserer Praxis bisher nicht beobachtet.
Die bei devitalen Zähnen sowieso schon erhöhte Bruchgefahr durch Versprödung kann ev. verstärkt werden (je nach Größe schon bestehender Füllungen.)
In den Zähnen vorhandene Füllungen werden durch die Behandlung nicht mit aufgehellt, sie müssen ggf. später durch hellere Füllungen erneuert werden.

Kosten:

Professionelle Zahnreinigungen und Bleichen sind reine Privatleistungen. Je nach unterschiedlichem Aufwand nennen wir Ihnen gerne die für Ihr Problem entstehenden Kosten.
Bei Home-Bleaching vitaler Zähne entscheiden Sie bitte, ob nur für den Oberkiefer oder ob für Ober- und Unterkiefer Bleichschienen angefertigt werden sollen.
Beim Bleichen devitaler Zähne spielt die Anzahl der zur Aufhellung nötigen Bleichsitzungen eine Rolle. Je nach Ursache der Verfärbung kann die Häufigkeit der Sitzungen nicht immer zuverlässig vorhergesagt werden. Der Austausch zu dunkel wirkender Füllungen ist ebenfalls eine Privatleistung.